Gestiegene Infrastrukturkosten: 3000Grad Festival verlässt Standort nach 15 Jahren
Das 3000Grad Festival findet vom 7. bis 9. August 2026 zum letzten Mal in der Feldberger Seenlandschaft statt. Stark gestiegene Logistik- und Infrastrukturkosten machen den Abschied vom bisherigen Gelände unvermeidbar.

Abschied von der Feldberger Seenlandschaft Die Ausgabe vom 7. bis 9. August 2026 markiert das Ende einer Ära: Das 3000Grad Festival verabschiedet sich von seinem langjährigen Gelände in einer ehemaligen Kieskuhle nahe einem Naturschutzgebiet in der Feldberger Seenlandschaft. Für das Jahr 2027 wurde laut Veranstaltern bereits ein neuer Standort gefunden, der zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben wird. Als Hauptgrund für den Umzug verweist das Organisationsteam auf die veränderte wirtschaftliche Situation. In einem Newsletter wird auf stark gestiegene Ausgaben hingewiesen, die vor allem die Infrastruktur betreffen. Aufgrund der Lage am Naturschutzgebiet sind unter anderem aufwendige Bauzäune und Shuttlebusse erforderlich. Zwar wurden die behördlichen Auflagen durch den Landkreis nicht verschärft, deren praktische Umsetzung sei jedoch deutlich teurer geworden. Künftige Ausrichtung und Line-up für 2026 Wie die langfristige Zukunft des Projekts aussieht, bleibt vorerst offen. Das Team prüft derzeit neue Finanzierungsmodelle, um das Festival dauerhaft zu sichern. Zuletzt verzeichnete die Veranstaltung rund 5.000 Besucherinnen und Besucher. Seit der ersten Ausgabe im Jahr 2012 hat sich das 3000Grad Festival als feste Größe in der alternativen elektronischen Festivallandschaft etabliert. Das musikalische Spektrum reicht von Organic House und Melodic Techno über Downtempo bis hin zu Live-Electronica. Ergänzend gehören Theater, Installationen, Workshops, Performancekunst und politische Formate seit Jahren zum festen Profil. Für die Abschiedsausgabe auf dem bisherigen Gelände sind unter anderem Auftritte von Mollono.Bass, Andy’s Echo, KUOKO, Judith Van Waterkant, Hinterlandgang, XIMA und Limoncello angekündigt. Dieser Artikel erschien ursprünglich auf: FAZEmag
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